IAF Verband binationaler Familien und Partnerschaften

newsletter nr. 35 - Mai 2018

Liebe Newsletter-Abonnent*nnen,

Familiennachzug, "Ankerzentren" und die wachsenden Anfeindungen binationaler/bikultureller Lebensformen beschäftigen uns nachhaltig. Nicht nur, dass es darum geht, Familienleben aller Menschen (ob zugewandert oder nicht) zu schützen, es geht auch darum, jetzt die offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft zu stärken. Dies spiegelt sich auch in unserem Newsletter wider. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre!

 

Geplante Ankerzentren gefährden Familien und Kinder

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften fordert zusammen mit 23 anderen Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen in einem gemeinsamen offenen Brief, das Wohl von (Flüchtlings-)Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu sichern. 45 Prozent der 2017 nach Deutschland gekommenen Geflüchteten waren Kinder und Jugendliche. Ihre Rechte müssen in allen Verfahren berücksichtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Besuch von Schulen und Kindergärten und eine Umgebung, in der Kinder sicher und gesund aufwachsen können. Dies ist jedoch oft nicht der Fall - daher sagen wir NEIN zu diesen "Ankerzentren".

Zum Offenen Brief

Zu unserer PM

Neuregelung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Geflüchtete

Das Familiennachzugsneuregelungsgesetz liegt im Entwurf vor. Es will den Familiennachzug zu subsidiär Geschützten regeln, ihrer besonderen Lebenssituation als auch dem Interesse der Aufnahme- und Integrationssysteme Deutschlands gerecht werden. Auf der Strecke bleibt dabei der Schutz von Ehe und Familie sowie das europa- und grundgesetzlich garantierte Recht auf ein Familienleben.  Denn es sollen u.a.:

*   nur noch ein Nachzug in humanitären Fällen gestattet sein,

*   sofern der subsidiär Schutzberechtigte in Deutschland integriert ist (wie Deutschkenntnisse oder Eingliederung in Arbeitsmarkt).

*   Ein Kontingent von 1000 engen Familienangehörigen im Monat nicht überschreiten.

Gleichzeitig werden für den kompletten Ehe- und Familiennachzug Einschränkungen vorgesehen - auch zu Deutschen - wenn der Verdacht besteht, dass die Sicherheit Deutschland als gefährdet angesehen werden kann. Die Formulierungen sind derart offen und unbestimmt und lassen einen sehr großen Beurteilungsspielraum zu. Wir sind entsetzt über die geplante Regelung, die rechtsstaatliche Ansprüche in weiten Teilen nicht genügt. Das Gesetz soll am 15. Juni im Bundestag verabschiedet werden. Wir werden auf unserer Webseite und auf Facebook weiter dazu informieren.

Bereits zum Gesetzentwurf hatten wir als Verband der binationalen Familien unsere massiven Bedenken bezüglich der Begrenzung des Familiennachzugs schriftlich an die politisch Verantwortlichen geschickt. Zum Statement

Familienpolitische Fachtagung des Verbandes

Wir laden herzlich zu unserer Fachtagung  "Gelebte Familienvielfalt - Spezifische Bedarfe und Ressourcen" am 15. Juni 2018 ein. Vielfältige Lebens- und Familienformen sind Ausdruck einer diversen Gesellschaft. Dass ein gemeinsames Zusammenleben dabei nicht immer konfliktfrei abläuft, kennen binationale/bikulturelle Familien aus eigenem Erleben. Wir wollen neben den Herausforderungen unseren Blick auf die Potenziale der Familien richten: selbst unterstützende Angebote bieten Raum für die Einbindung vorhandener Ressourcen. Über die Rahmenbedingungen für eine offene und vielfältige Gesellschaft wird Prof. Dr. Vassilis Tsianos, Fachhochschule Kiel, referieren. Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen und dabei die Praxis nicht zu kurz kommen lassen. 

Zur Veranstaltung

Zur Anmeldung

Internationale Tage für den Verband

Jeden Tag kann man internationale Tage begehen und würdigen. Wir haben uns einige Tage ausgewählt, die für unsere binationalen/bikulturellen Familien und Menschen besonders wichtig sind. Dazu haben wir eine eigene Seite erstellt und laden alle Interessierten ein, diese zu besuchen und darauf zu stöbern. Zur Seite

Der Verband begeht den Loving Day 2018

Unter dem Titel "Binationale Familien im Fadenkreuz der Rassisten – wie „völkische“ Ideologen gegen „gemischte“ Paare wettern" wollen wir eine Zustandsbeschreibung und einen Erfahrungsaustausch über ein heißes Thema bei kühlen Getränken versuchen. Als binationale Paare, globale Familien, interkulturell lebende und denkende Menschen reflektieren wir gemeinsam darüber, wie wir diesen Hass im Alltag erleben und was wir dem entgegensetzen können. Weitere Informationen zu der Veranstaltung unserer Regionalgruppe Frankfurt und anderen Veranstaltungen zum Loving Day am 12. Juni 2018 finden Sie hier.

Unterstützten Sie uns - auch bei der Urlaubsplanung 2018!

Für all die Themen, die Sie weiter oben gelesen haben, brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung. Es geht um  unsere Arbeit, um die Verwirklichung unserer gemeinsamen Ziele und für die Vertretung auch Ihrer Interessen und Anliegen.

Daher denken Sie bei Ihrer Urlaubsplanung auch an uns! Wir sagen schon einmal danke. Starten Sie Ihren Einkauf einfach mit dem folgenden Link:

einkaufen.gooding.de/verband-binationaler-familien-und-partnerschaften-iaf-e-v-931

Auf der Seite Gooding findet man über 1.600 Shops, die bei einem Einkauf über den Link eine Geldprämie an unseren Verein zahlen. Sie selbst zahlen beim Einkauf keinen Cent extra! Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn Sie die Nachricht mit anderen teilen: Jeder Einkauf hilft uns!

Filmtipp: 70 Jahre Zuwanderung nach Hannover

Unserer Regionalgruppe Hannover freut sich sehr, ihren Dokumentation zur Zuwanderungsgeschichte der Stadt in den letzten 70 Jahren präsentieren zu können. Die Premiere ist am Montag, den 25. Juni um 18 Uhr im Künstlerhaus Hannover. Im Anschluss an den Film laden wir zur Diskussion zum Thema ein.

zu guter letzt...

Das Erste, was ein Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er seine Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.

- Adolph Kolping - 

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